Drei Gebetszeiten

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Warum gibt es drei Gebetszeiten am Tag?

Die ersten christlichen Gemeinden wollten der Bitte des Paulus nachkommen, "ohne Unterlass zu beten" (1 Thess 5,17), und so bewahrten sie die jüdische Praxis, besondere Momente im Tagesverlauf zu heiligen - so wurde beispielsweise zu Sonnenaufgang und -untergang, vor und nach den Mahlzeiten, beim Zubettgehen und Aufstehen gebetet und Segensgebete gesprochen.

 

Einige Väter fügen für diese Gebetsmomente entlang des Tages auch biblische Zitate an: das Herabkommen des Heiligen Geistes über die Jünger zur dritten Stunde des Tages (Apg 2,15), die Dunkelheit über Jerusalem bei der Kreuzigung Jesu zur sechsten Stunde, zur neunten Stunde sein Tod am Kreuz, ...

 

Die monastische Tradition hat diese Praxis des Stundengebets bewahrt. Im Westen folgt ein Großteil der Gemeinschaften dabei der Regel des Benedikt, die sieben gemeinsame Gebetszeiten am Tag vorsieht.

 

Die monastischen Gemeinschaften von Jerusalem haben sich, da sie in der Stadt beten wollen, in Solidarität mit allen, die in ihr wohnen, dazu entschieden, drei Gebetszeiten zu halten, ebenfalls nach einem Rhythmus, der in der Heiligen Schrift bezeugt ist: "Im Obergemach Daniels waren die Fenster nach Jerusalem hin offen. Dort kniete er dreimal am Tag nieder und richtete sein Gebet und seinen Lobpreis an seinen Gott, ganz so, wie er es gewohnt war." (Dan 6,11).

 

"Bete am Morgen mit deinen Brüdern und Schwestern, bevor du zur Arbeit gehst, mit allen, die auf dem Weg zur Arbeit sind, indem du sagst: vor der Morgenröte rufe ich zu dir, Herr, ich hoffe auf dein Wort. Bete am Mittag, mitten in der Arbeit mit allen, die bei der Arbeit sind, zur sechsten Stunde, in der Jesus sein Leben für dich hingegeben hat und für das Heil der Welt. Bete am Abend mit allen, die von der Arbeit kommen, an der Schwelle zur Nacht, zum Beginn der Nachtwachen, mache aus allem eine Danksagung.

 

So soll deine Liturgie sein, die dich dreimal am Tag mit deinen Brüdern und Schwestern zusammenführt in deiner Kirche, vor Gott." (Lebensbuch § 20)

 

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